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Zentrum eines im Wesentlichen vom Weinanbau lebenden Rittergutes
auf den Dresdener Elbhängen bildete ab 1735 die Schlossvilla.
Gelegen auf einem Weinberg bot sich von hier ein wunderschöner
Blick auf die Türme der Barockstadt Dresden.
Im Jahre 1832 ergänzten
die Hausherren das Anwesen um eine Remise zur Unterstellung von
Kutschen und Stallungen für die Pferde. Oberhalb dieser Räume
befanden sich Heuböden aber auch Unterkünfte für
Kutscher, Pferdepfleger und anderes Personal.
1835 erwarb König Friedrich
August der Zweite dieses Anwesen. Um den höfischen Bedarf neben
Wein auch mit Bier zu decken, wurde 1839 eine Brauerei errichtet.
Nach dem Tode des Königs erfolgte 1854 der Weiterverkauf des
Anwesens. Die Reblaus zerstörte in den Jahren 1886/87 den gesamten
Weinanbau und damit die Existenzgrundlage vieler Winzer. Der danach
folgende Wandel zum Obstanbau, Bewaldung und Besiedlung veränderte
das Bild der Dresdener Elbhänge nachhaltig.
Die Schlossvilla diente noch
bis 1975 als Wohnhaus; 1983 musste sie wegen des nicht mehr aufzuhaltenden
Verfalls abgebrochen werden. Heute zeugen nur noch wenige Mauerreste
von ihrer Existenz. Remise und Stallungen wurden nach dem zweiten
Weltkrieg in eine Fabrik für Zierkerzen umgewandelt. Anbauten
und Verputzungen überdeckten die Schönheit des Anwesens.
Mitte der neunziger Jahre
wurden die Anbauten und der graue Putz beseitigt. Nach liebevollem
Umbau empfängt die Pension zur königlichen Ausspanne
seit 1999 ihre Gäste.
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